Regie: Akira Kurosawa
Drei Schufte und die Prinzessin...
Die verborgene Festung" ist ein 1958 enstandenes Meisterwerk von Akira
Kurosawa - die Story inspirierte George Lucas zu seiner Weltraumoper
"Krieg der Sterne".
Gleichzeitig ist dies auch der erste Film von Akira Kurosawa, den ich
gesehen habe und bereits als Jugendlicher war ich total von diesem
Samurai Film fasziniert und begeistert.
Der Film beginnt mit den zwei verwahrlosten Bauer Tahei (Minoru
Chiaki)und Matashichi (Kamatari Fujiwara), die Soldaten bei der Armee
des Hauses Akisuki waren, die Nase voll haben und nur noch nach Hause
wollen, da der Fürst auch besiegt und hingerichtet wurde. Doch die Reise
in ihr Land ist gefährlich, denn es herrscht immer noch Krieg und die
Soldaten des Yamana Clans sind blutrünstig. Zudem sind die beiden auch
noch unverbesserliche Gauner und extrem gierig immer den eigenen Vorteil
vor Augen zu haben. So bleibt auch der Streit nicht aus, sie trennen
sich erbost und werden beide von feindlichen Truppen gefangen genommen,
treffen ssich im Lager wieder und versöhnen sich natürlich. Noch einmal
gelingt ihnen die Flucht.
An einem Fluß wollen sie die Nacht verbringen und entdecken dort Gold,
das in Ästen versteckt wurde. Aber leider werden sie von einem Fremden
(Toshiro Mifune) entdeckt, der ihnen aber berichtet, dass noch viel mehr
Gold in einer verborgenen Festung versteckt ist, die in der Nähe sein
soll.
Sie merken, dass der fremde Mann ihnen nicht alles erzählt. Bald
entdecken sie auch ein Mädchen (Misa Uheara), auf das der Fremde
Anspruch erhebt. Als sie den Namen des Mannes wissen wollen, gibt er
sich als Makabe Rokurota zu erkennen, was die beiden Bauern als völligen
Unsinn ansehen, da Rokurota der oberste General des besiegten Akizuki
Clans war.
Trotz allem bleibt die ungleiche Gruppe zusammen, denn das Motiv heisst
Gold und dies soll durch feindliches Land ins Akizuki Land gebracht
werden...
Der japanische Originaltitel lautet "Drei Schufte aus der verborgenen Festung“, und stellt auch General Makabe trotz seines Heldenmuts den beiden törichten, aber habgierigen Bauern gleich. Denn der tapfere Kriegsherr ist auch eine Art Antiheld, der ohne mit der Wimper zu zucken, seine eigene Schwester opfert, um das Leben der Prinzessin zu retten.
Überhaupt hat der Film eine stark märchenhafte Komponente, die aber mit düsteren Kriegs-Sequenzen durchzogen wird. Für Spass sorgen die beiden Tölpel, die manchmal sehr stark an Oliver Hardy und Stan Laurel erinnern.
Akira Kurosawa erhielt auf der Berlinale 1959 den Silbernen Bären für die beste Regie. Auch heute noch ist dieser prächtige Samurai Film sehr faszinierend.
Bewertung: 10 von 10 Punkten.


































