Sonntag, 21. Juli 2024

Die verborgene Festung


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Akira Kurosawa

Drei Schufte und die Prinzessin...

Die verborgene Festung" ist ein 1958 enstandenes Meisterwerk von Akira Kurosawa - die Story inspirierte George Lucas zu seiner Weltraumoper "Krieg der Sterne".
Gleichzeitig ist dies auch der erste Film von Akira Kurosawa, den ich gesehen habe und bereits als Jugendlicher war ich total von diesem Samurai Film fasziniert und begeistert.
Der Film beginnt mit den zwei verwahrlosten Bauer Tahei (Minoru Chiaki)und Matashichi (Kamatari Fujiwara), die Soldaten bei der Armee des Hauses Akisuki waren, die Nase voll haben und nur noch nach Hause wollen, da der Fürst auch besiegt und hingerichtet wurde. Doch die Reise in ihr Land ist gefährlich, denn es herrscht immer noch Krieg und die Soldaten des Yamana Clans sind blutrünstig. Zudem sind die beiden auch noch unverbesserliche Gauner und extrem gierig immer den eigenen Vorteil vor Augen zu haben. So bleibt auch der Streit nicht aus, sie trennen sich erbost und werden beide von feindlichen Truppen gefangen genommen, treffen ssich im Lager wieder und versöhnen sich natürlich. Noch einmal gelingt ihnen die Flucht.
An einem Fluß wollen sie die Nacht verbringen und entdecken dort Gold, das in Ästen versteckt wurde. Aber leider werden sie von einem Fremden (Toshiro Mifune) entdeckt, der ihnen aber berichtet, dass noch viel mehr Gold in einer verborgenen Festung versteckt ist, die in der Nähe sein soll.
Sie merken, dass der fremde Mann ihnen nicht alles erzählt. Bald entdecken sie auch ein Mädchen (Misa Uheara), auf das der Fremde Anspruch erhebt. Als sie den Namen des Mannes wissen wollen, gibt er sich als Makabe Rokurota zu erkennen, was die beiden Bauern als völligen Unsinn ansehen, da Rokurota der oberste General des besiegten Akizuki Clans war.
Trotz allem bleibt die ungleiche Gruppe zusammen, denn das Motiv heisst Gold und dies soll durch feindliches Land ins Akizuki Land gebracht werden...



Der japanische Originaltitel lautet "Drei Schufte aus der verborgenen Festung“, und stellt auch General Makabe trotz seines Heldenmuts den beiden törichten, aber habgierigen Bauern gleich. Denn der tapfere Kriegsherr ist auch eine Art Antiheld, der ohne mit der Wimper zu zucken, seine eigene Schwester opfert, um das Leben der Prinzessin zu retten.
Überhaupt hat der Film eine stark märchenhafte Komponente, die aber mit düsteren Kriegs-Sequenzen durchzogen wird. Für Spass sorgen die beiden Tölpel, die manchmal sehr stark an Oliver Hardy und Stan Laurel erinnern.
Akira Kurosawa erhielt auf der Berlinale 1959 den Silbernen Bären für die beste Regie. Auch heute noch ist dieser prächtige Samurai Film sehr faszinierend.

Bewertung: 10 von 10 Punkten.

Last Samurai


Regie: Edward Zwick 

Zeitenwende..
 
Obwohl die Action in Edward Zwicks Japan Epos "Last Samurai" nicht vernachlässigt wird, hat der Film in seiner Laufzeit von 154 Minuten auch stille und meditative Momente. Manche Filme von Edward Zwick wie "Blood Diamond" oder "Legenden der Leidenschaft" mögen überbewertet sein, aber mit "Glory" und "last Samurai" sind ihm zwei interessante Filme über kriegerische Handlungen gelungen. In "Glory" mit der 54. Massachusetts Freiwilligeninfanterie, die aus dunkelhäutigen Soldaten bestand und die auf der Seite der Union kämpften. Dafür gab es 3 Oscars und auch eine Regie-Nominierungen bei der Vergabe der Golden Globes. "Last Samurai" entstand eine weiteres überzeugendes Epos über das Ende der Samurai, dass sich zur Zeit der Aufstände zwischen 1868 und 1877 langsam aber sicher vollzog 1876 wird der ehemalige Hauptmann der US-Armee, Nathan Algren (Tom Curise), ein erfahrener Soldat, der zu einem bitteren Alkoholiker geworden ist und durch die Gräueltaten, die er während der Indianerkriege begangen hat, traumatisiert ist, von seinem ehemaligen kommandierenden Offizier Colonel Bagley (Tony Goldwyn) angesprochen. Bagley bittet ihn, die neu geschaffene kaiserlich-japanische Armee für einen japanischen Geschäftsmann, Omura (Massato Harada), auszubilden. Dieser beabsichtigt, mit der Armee einen von Samurai angeführten Aufstand gegen Japans neuen Kaiser zu unterdrücken. Trotz seines Hasses auf Bagley nimmt der verarmte Algren den Job des Geldes wegen an. Er wird von seinem alten Freund, Sergeant Zebulon Gant (Billy Conolly) nach Japan begleitet. Bei seiner Ankunft trifft Algren Simon Graham (Timothy Spall), einen britischen Übersetzer, der sich mit der Kaste der Samurai auskennt. Algren bemerkt sofort, dass die kaiserlichen Soldaten einfach eingezogene Bauern mit schlechter Ausbildung und wenig Disziplin sind. Während er ihnen das Schießen beibringt, erfährt Algren, dass die Samurai eine von Omuras Eisenbahnstrecken angreifen. Omura schickt die Armee dorthin, trotz Algrens Protesten, dass seine Auszubildenden noch nicht bereit seien. Die Schlacht endet in einer Katastrophe, da die undisziplinierten Wehrpflichtigen in die Flucht geschlagen werden und Gant getötet wird. Algren kämpft bis zum Letzten, bevor er umzingelt wird; Er erwartet seinen Tod und wird gefangen genommen, als der Samurai-Anführer Katsumoto (Ken Watanabe) beschließt, ihn zu verschonen. General Hasegawa (Togo Igaawa), ein ehemaliger Samurai, der in der kaiserlichen Armee dient, begeht Seppuku, anstatt gefangen genommen zu werden. Algren wird in Katsumotos Dorf gebracht und auf Katsumotos Wunsch von Taka (Koyuki), Katsumotos Schwester und Witwe eines von Algren getöteten Samurai, aufgenommen. Obwohl er zunächst schlecht behandelt wird, erlangt er schließlich den Respekt der Samurai und kommt Katsumoto nahe. Mit der Hilfe von Taka überwindet Algren seinen Alkoholismus und seine Schuldgefühle, lernt die japanische Sprache und Kultur und wird in der Kunst des Kenjutsu ausgebildet. Er entwickelt Sympathie für die Samurai, die darüber verärgert sind, dass das Tempo der modernen Technologie die Traditionen ihrer Gesellschaft untergraben hat. Algren und Taka entwickeln eine unausgesprochene Zuneigung zueinander. Eines Nachts dringt eine Gruppe Ninja in das Dorf ein und versucht, Katsumoto zu ermorden. Algren rettet Katsumoto das Leben und hilft dann bei der Verteidigung des Dorfes. Algren stellt auch fest, dass Katsumoto alles andere als ein Feind des Kaisers ist. Daher begleitet er ihn auch zu dem jungen und labilen Herrscher (Shichinosuke Nakamura), der zu einer Marionette von Omura wurde.....

Tom Cruise spielt Nathan Algren, einen amerikanischen Hauptmann des 7. Kavallerieregiments, dessen persönliche und emotionale Konflikte ihn nicht loslassen. In der Lebensweise der Samurai und deren System findet er eine neue Heimat und Erfüllung. Eine Philosophie,  in der Ehre, Konzentration, Gelassenheit, Loyalität, Glaubwürdigkeit und Durchsetzungsstärke einen starken Platz einnehmen. Die Handlung des Films wurde durch den von Saigō Takamori angeführten Satsuma-Aufstand von 1877 und die Verwestlichung Japans durch ausländische Mächte inspiriert. " The Last Samurai" spielte insgesamt 456 Millionen Dollar[3] an den Kinokassen ein und wurde der sechstumsatzstärkste Film des Jahres 2003 und wurde mit insgesamt 4 Oscarnominierungen belohnt: Ken Watanabe in der Kategorie "Beste männliche Nebenrolle" und für den besten Schnitt, die besten Kostüme und bester Ton. Sehr lobenswert auch der Soundtrack von Hans Zimmer und die Leistung von Kameramann Jon Toll.

Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 

Love and Honor


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Yoji Yamada

Der blinde Samurai...

Yoji Yamada ist ausserhalb seiner Heimat Japan vor allem durch seine hervorragende Samurai Trilogie bekannt, die sich aus den Filmen "Samurai in der Dämmerung" (Entstehung 2002), "Das verborgene Schwert" (2004) und "Love and Honor - Bushi no Ichibun"(2006) zusammensetzt. Mit "Samurai in der Dämmerung" gelang ihm sogar der Sprung in die Nominierungen für den Oscar als ausländischer Film. Ausserdem nahmen alle drei Filme, die allesamt auf einem sehr anspruchsvollen Niveau angesiedelt sind, an der Berlinale teil. Im Jahr 2010 erhielt der Regisseur für seine filmischen Beiträge die Berlinale Kamera. Alle drei Filme sind angesiedelt in der Endzeit der Samurai Ära Bakumatsu. dem letzten Abschnitt der Edo Zeit, um ca. 1853 bis 1867.
Shinnojo (Takuya Kimura), ein Samurai niedrigeren Ranges, lebt mit seiner hübschen und treuen Frau Kayo (Rei Dan) zusammen. Treu ergeben ist ihm auch sein langjähriger Diener Tokuhai (Takashi Sashano). Shinnojo ist gelangweilt von seiner Position als Vorkoster für einen Feudalherrn und spricht davon, eine Kendo-Schule für Jungen aller Kasten zu eröffnen. Bevor er etwas unternehmen kann, wird er krank, nachdem er Sashimi aus Meeresschnecken probiert hat, die falsch zubereitet und somit giftig war - er fällt ins Koma. Eine Untersuchung zeigte zwar, dass die Vergiftung nicht auf eine menschliche Verschwörung zurückzuführen war, aber er wird erst nach 3 Tagen wieder wach. Doh leider stellt jedoch fest, dass das Gift ihn erblindet hat. Sein Onkel wird von Shinnojos Familie gefragt, wie das Paar überleben wird. Er bedauert, dass er niemanden mehr kennt, der Einfluss hat, und fragt Kayo, ob sie jemanden kennt. Sie erzählt, wie Toya Shimada (Bando Mizogoro X), der diensthabende Offizier im Schloss und ein Samurai hohen Ranges, seine Hilfe angeboten hat, und der Onkel hat ihr geraten sie solle sein Hilfsangebot annehmen. Eine Nachricht aus dem Schloss bringt die gute Nachricht, dass Shinnojos Reisgehalt gleich bleibt, also nicht reduziert wird und zwar lebenslang. Doch seine Tante (Kaori Momoi), die sich einmischt, erzählt dem blinden Samurai, dass Kayo mit einem anderen Mann gesehen wurde. Er lässt daher Tokuhei, seinen treuen Diener, ihr folgen - er soll sie beobachten, was sie macht. Kayo bemerkt, dass sie verfolgt wird, und obwohl Tokuhei anbietet, sie zu decken, offenbart sie Shinnojo, dass Shimada seine Hilfe angeboten hat, sie sagt ihm aber auch, dass der Preis sehr hoch war - er drängte sich ihr auf uns zwang sie zum Sex...

Eine Nachricht, die der depressive Samurai erst einmal verkraften muss, denn als treulose Frau hat sie erstmal das Nachsehen. Erst mit der Zeit erkennt er den Liebesbeweis seiner Frau und stellt die Liebe vor die Ehre, was in dieser Zeit in Japan mehr als gewagt war. Es ist schwierig zu sagen welcher von Yamadas Samurai Filmen der stärkste ist, denn alle drei Filme gehören zum Besten was ein Film leisten kann. Zur Belohnung gab es 3 Japanische Filmpreise (Beleuchtung, Kamera Mutsuo Naganuma, bester Nebendarsteller Takashi Sashano), ausserdem 10 weitere Nominierungen. Auch die Musik von Isao Tomita passt großartig zu diesem packenden Meisterwerk.

Bewertung: 10 von 10 Punkten. 
 

Die verborgene Festung

                                            Regie: Akira Kurosawa Drei Schufte und die Prinzessin... Die verborgene Festung" ist ei...