Regie: John Carpenter
Im Reich von Lo Pan...
"Big Trouble in Little China" kostete 25 Millionen Dollar. Der
Fantasyfilm mit Horror- und Kung Fu Elementen spielte jedoch nur 11
Millionen Dollar ein. Ein Misserfolg, der die weitere Karriere von
Regisseur John Carpenter massiv veränderte. John Carpenter drehte ja
zuerst Independentfilme wie "Dark Star" oder "Assault" und erntete bei
der Filmkritik eine hohe Wertschätzung, die sich mit dem Welterfolg
"Halloween" und dem damit verbundenen Kassenergebnis von 70 Millionen
Dollar natürlich noch steigerte. Mit "Die Klapperschlange" kamen die
höheren Budgets, aber bereits sein bester Film "The Thing" war mit 19,6
Millonen Dollar Einspielergebnis und einem Budget von 15 Millonen schon
eine Art "Beinaheflop". Auf jeden Fall wandte er sich nach "Big Trouble
in Little China" wieder niederbudgetierten Filmen zu.
Im Laufe der Zeit hat sich dieses 80er Jahre Spektakel zu einer Art
Kulfilm entwickelt. Mehr 80s Feeling geht fast nicht und Carpenter
setzte erneut auf Kurt Russell, mit dem schon öfters zusammenarbeitete.
So spielte Russell in Carpenters wenig bekanntem Biopic "Elvis", den er
eigentlich fürs Fernsehen drehte, aber der später auch durch den Erfolg
von "Assault" auch in die Kinos kam. Kurt Russell war natürlich auch
"Die Klapperschlange" und er bekämpfte als McReady "Das Ding".
Hier nimmt er sein Image selbst ein bisschen auf die Schippe. "Big
Trouble in Little China" nimmt sich zu keiner Zeit Ernst und bietet 99
Minuten Nonstop Action ohne Verschnaufpause. Es geht dabei um grünäuige
Frauen und um eine mysteriöse Unterwelt unter San Franciscos Chinatown.
Dort lebt ein Geist und Zauberer. Dieser Lo Pan (James Hong) hat zur
Zeit der Entstehung des chinesichen Reichs gelebt, fiel aber beim Kaiser
in Ungnade und lebt seither als Geist in einem untoten Zustand durch
einen Fluch. Er will aber nach soviel Jahrhunderten wieder Mensch werden
und darüberhinaus durch ein Menschenopfer den Kaiser wieder
besänftigen. Der lebt zwar nicht mehr, aber egal. Jack Burton (Kurt
Russell) ist ein notorisches Großmaul, das sich viel zu ernst nimmt. Der
Trucker ist mit Wang Chi (Dennis Dun) befreundet und hat sich bereit
erklärt mit ihm dessen Verlobte (Suzee Pai), die aus China einreist, vom
Flughafen abzuholen. Doch kurz bevor sich die Verlobten küssen und
umarmen können, wird das Mädchen, das grüne Augen hat, von einer Bande
KungFuKämpfer entführt. Natürlich kann die Entführte nur in Chinatown
sein, doch bald merkt Jack, dass alle Gegner, mit denen er hier
konfrontiert wird, sich auf die chinesische Schwarze Magie verstehen.
Kein leichtes Unterfangen für Jack und Wang - doch mit der Anwältin
Gracie (Kim Catrall), der Journalistin Margo (Kate Burton), dem
Geschäftsmann Eddie Lee (Donald Li) und dem guten Magier (Victor Wong)
haben sie Verbündete. Doch der Feind hat unbesiegbare Schwertkämpfer und
fiese Monster...
Und eines dieser Kreaturen wird noch einmal im Schlußbild sichtbar, was
dann ein gewisses Schmunzeln auslöst. Man darf den Film natürlich nie
ernst nehmen, aber man darf sich an pompösen Kostümen und an ganz vielen
Special Effecs erfreuen.
Die Figuren Lo Pans und seiner drei Hauptkumpane - die drei Stürme -
wurden auch in anderen Filmen und TV Serien verwendet, daher erfreuen
sie sich bis heute in den USA großer Beliebtheit.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.





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