Regie: Hideo Nakata
Der Fluch des Geldverleihers...
Kwaidan ist ein japanischer Anthologie-Horrorfilm der Toho Studios aus dem Jhar 1964. Regie führte damals Masaki Kobayashi. Als Vorlage für den Film diente Lafcadio Hearns Sammlung japanischer Geistergeschichten "Kwaidan - Seltsame Geschichten und Studien aus Japan". Der Film wurde ein Klassiker, wurde 1966 als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert und erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis der Jury. Im Jahr 2007 drehte Hideo Nakata ein qualitativ ebenbürtiges Remake.
Shimousa Provinz, Japan um 1750: Der Akupunteur Sôetsu ist ein
Geldverleiher, der seinen Schulden beim Samurai Shinzaemon einfordert,
dieser beantwortet das Drängen grausam durch eine Bluttat. Bevor der
Mann stirbt, verflucht er seinen Mörder. Der Samurai wirft den Körper
des getöteten Soetsu in den Kasenega-Fuchi Fluss. Der Legende nach
werden durch diesen Fluch alle, die in dem Fluß ertränken nie wieder
auftauchen. Mehr noch: Auch die Nachkommen von Shinzaemon soll dieser
Fluch treffen.
Tatsächlich tötet der Samurai bald darauf seine Frau und sich selbst -
doch ihr gemeinsames Baby bleibt am Leben. 25 Jahre später ist aus ihm
der arme Tabakverkäufer Shinkichi (Kikunosuke Onoe) geworden, der aber
einen Schlag bei den Frauen hat. Er weiß nichts vom Mord des
Geldverleihers durch seinen Vater.
In der Stadt lernt die beiden Schwestern Oshiga (Hitomi Kuroki) und
Osono (Asaka Seto), die Töchter von Soettsu kennen und fühlt sich sehr
schnell zu der älteren Oshiga hingezogen, die eine Schule für junge
Mädchen leitet. Sie werden ein Liebespaar, doch sehr schnell verliert
der junge Casanova das Interesse an seiner Geliebten und wendet sich der
jungen Schülerin Ohisa (Mao Inoue) zu. Doch der Fluch der auf ihm
lastet schlägt gnadenlos zu...
"Kaidan" ist ein weniger bekannter Film von Hideo Nakata (Ring, Dark Water) und vielleicht sein subtilstes und opulentestes Werk. Die 2007 entstandene Produktion von Takashike Ishise ist eine Mischung aus Geistergeschichte, Samuraifilm und unheilvoller Lovestory und ist einer der 6 Filme der J-Horror Theater Reihe.
In schönen betörenden Bildern lässt sich der Film sehr viel Zeit und kann mit guten Darstellerleistungen punkten, vor allem die bekannte japanische Schauspielerin Hitomi Kuroki als verstoßene Geliebte, die stirbt und als Geist wirkt, ist sehr beeindruckend.
Zwei Stunden bietet der Horrorkostümfilm dezenten und subtilen Grusel in edler Ausstattung und atmosphärischen Sets.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.





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