Regie: Sheng Ding
Der Bauer und der General...
Im Jahr 227 vor Chr.: China steht kurz vor der sogenannten Reichseinigung, doch noch tobt grausamer Krieg. Gleich sieben Königsreiche sind im ständigen Kampf um die Vorherrschaft.
Die Zivilbevölkerung leidet indes Hunger und hat das Kriegstreiben gehörig satt.
Bei einer großen Schlacht zwischen den Armeen der Reiche Wei und Liang gibt es unzählige Tote auf dem kilometerlangen Schlachtfeld - und nur zwei Überlebende: Ein kleiner, unbedeutender Liang-Soldat (Jackie Chan). Dieser Leung Kwok ist eigentlich Bauer und würde viel lieber das Feld bestellen, als jetzt einsam, allein und verloren durch dieses blutige Schlachtfeld zu tapsen. Doch noch jemand hat überlebt. Ein We-General names Weiguo (Lee Hom Wang), der leicht verlezt ist. Kurz entschlossen lädt der kleine Liang-Soldat den Körper des Generals auf einen Karren, um ihn in seine Heimat zu bringen und die Belohnung für einen wichtigen feindlichen General einzukassieren. Doch die Reise ist natürlich alles andere als ein Spazierung, denn in diesem Feindesland müssen sie sich zahlreichen Gefahren stellen, da gibts zahlreiche Banden, Wegelagerer und singende Frauen (Peng Lin), die gerne Pferde klauen.
Was der kleine, einfältige, aber kampfeserprobte Soldat noch nicht weiss: Der Wei-General ist Thronanwärter und wird von seinem fiesen jüngeren Brüderchen Prinz Wen (Sung Yun Yoo) verfolgt, der nach dem Leben des Erstgeborenen trachtet...
"Little Big Soldier" ist unterhaltsame Produktion aus dem fernen China, Regie führte Sheng Ding nach einem Drehbuch von Jackie Chan. Gerade Chan spielt recht sympathisch und seine Figur erinnert stark an Akira Kurosawas tölpelhafte Bauern Tahei und Matatashi aus "Hidden Fortress" - interessanterweise bietet "Little Big Soldier" auch dieses ungleiche Paar mitten im Feindesland. Dafür wird Chans typischer Slapstick nur selten eingesetzt.
Ausserdem überzeugt der Film durch eine wundervolle Optik und zeigt uns die Schönheiten der wilden chinesischen Natur wie kaum ein anderer zuvor.
Die Kamerabilder von Zhao Xiaoding haben sogar stellenweise ein Flair von monumentalem Kino.
Leider will der Spagat zwischen Humor und ernsthaftem Epos nicht immer perfekt gelingen. Dennoch bleibt kurzweilige, nette Easternunterhaltung...
Bewertung: 7 von 10 Punkten





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen