Regie: Takashi Miike
Terror in der Suzuran Highschool...
Auf der Suzuran Highschool, genannt die "Schule der Krähen" wird nicht
mehr viel oder besser gar nichts mehr gelernt. Die Lehrer haben Angst
vor den vielen Gangs, die sich dort immer wieder bilden. Nicht umsonst
gilt die Suzuran High als schlimmste Schule in ganz Japan.
Auf dem Lehrplan stehen vor allem Kämpfe, denn die Jungs, die dort ihre
Reifeprüfung ablegen sollen, werden vor allem in der Disziplin Macht und
Männlichkeit ausgebildet.
Derzeit hat der brutale und gewiefte Gang-Leader Tamao Serizawa
(Takayuki Yamada) dort das Sagen, gemeinsam mit seinem besten Freund
Tokio (Kenta Kiritani) hat er dort das Sagen. Sein Ziel ist es durch
möglichst viele erfolgreiche Kämpfe mit anderen Gangchefs der Schule
möglichst viele Gangs zu vereinen und so das Kunststück fertig zu
bringen alle Gruppen in eine Einheit zu zwingen mit ihm als Boss an der
Spitze.
Doch das ist nicht einfach, denn es gibt viele rasante Einzelkämpfer an
der Schule, viele kampfbereite Splittergruppen und viele genauso
machtgeile Gruppenchefs wie er selbst.
Noch heisser geht es zu als der neue Schultag beginnt und damit die
Neulinge vorgestellt werden, Darunter ist der coole und ruhige Takiya
Genji (Shun Oguri), eigenwilliger Sohn eines Yakuza Bosses, der vom
Vater den Auftrag bekommen hat die Schule zu erobern und alle Mitschüler
als Boss zu unterwerfen. Auch diese Aufgabe ist eine Art Reifeprüfung,
denn sollte der Sohnemann das Ziel erreichen, dann dürfte er die
Geschäfte vom Vater übernehmen.
Ein Yakuza des verfeindeten Clans ist der sich als Loser fühlende Ken
Katagiri (Kyōsuke Yabe), der von der Power und Dynamik Genjis sehr
fasziniert ist und in dem Jungen das sieht, was er Zeit seines Lebens
sein wollte. So nimmt er den Schüler unter seine Fittiche, gibt ihm gute
Ratschläge.
In einem Nachtclub lernt Genji die RnB Sängerin Ruka (Meisa Kuroki) kennen, die Genji auch ziemlich cool findet.
Doch in "Crows O" bleibt wenig Zeit für ein hübsches Mädel und noch viel weniger Zeit für Tiefgang oder Inhalt. In Takashi Miikes bis dato erfolgreichstem Film zählt alleine der Kampf und die visuelle Aufbereitung dieser Action.Hier gibts eine Flut von klasse Bildern choreographischer Kampfkünste, die fast an einen Tanzfilm erinnern. Und natürlich viele close ups dieser coolen Kämpferboys, die sich reihenweise die Zähne ausschlagen.Mit "Fight Club", der auf dem DVD Cover als Referenz angegeben wird, hat "Crows 0" aber nun auch gar nichts zu tun.Eher noch mit dem zweiten genannten Vorbild "The Warriors", aber auch hier gibt es massive Unterschiede, denn während Walter Hills Nachtfilm durchgehend dunkel und düster bleibt, ist Takashi Miikes Jungendgang-Variante sehr hell und präsentiert auch keine charakterlich interessante Figuren, sondern eher zu Fleisch gewordene Mangafiguren. Vor allem kommen die Schwert- und Kungfukämpfer früherer Martial Arts Filme in Erinnerung. Ein Hauch von Künstlichkeit prägt diesen Film, der dennoch so furios daherkommt, dass er unter Genrefans richtig viel Kultpotential offenbart.
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.





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